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Eupen,   19.06.2019

Dear Landscape Abschlussevent

Ein ‘cartopologischer’ Landschaftsatlas der Euregio, Thesen zur Landschaftsqualität für Bürger und grenzüberschreitende Gespräche im Kunstmuseum IKOB.

Dear landscape - liebe Landschaft? Was für eine Beziehung haben die Menschen in der Euregio zu ihrer Landschaft? Wie nehmen sie sie wahr? Was schätzen sie an ihr? Und was hat das mit nachhaltiger Raumentwicklung zu tun?

Diese Fragen waren es, die die Arbeit der “Dear Hunter” Marlies Vermeulen und Remy Kroese im Projekt Dear Landscape geleitet haben. Antworten auf diese und andere Fragen wurden auf der Abschlusskonferenz des gleichnamigen Interreg People-to-People Projektes zur Debatte gestellt. An 6 Standorten in der Euregio, an denen sie jeweils einem Monat in ihrem Wohn- und Bürocontainer lebten, kamen die zwei Architekten mit Bewohnern und Besuchern ins Gespräch. So sammelten sie über 200 Landschaftsanekdoten und zeichneten Karten dazu, die an diesem Tag im IKOB ausgestellt wurden.

“In Lanaye”, so Marlies Vermeulen, “identifizieren sich die Leute stark mit ihrer Landschaft, dem Montagne St. Pierre. Es ist wirklich IHR Berg, auch wenn er ihnen natürlich nicht gehört, aber sie fühlen sich stolz und für ihn verantwortlich. In Heers erlebten wir ein anderes Bild: Große private Wohn- und Wirtschaftsflächen sind von Zäunen umgeben und grüne Inseln liegen vereinzelt in der Landschaft. Hier wünschen sich die Leute ein begehbares grünes Netz, durch das sie die Landschaft durchstreifen können.”

“Wir haben in diesem Projekt gelernt, dass nicht allein die greifbaren Elemente - wie Wasser, Pflanzen, Tiere, Boden, oder das sichtbare Landschaftsbild, welche von den Behörden oft als Schutzgüter behandelt werden – Bedeutung für die Bürger haben” sagt Anja Brüll, die Projektleiterin des Dreiländerparks. “Vielmehr sind es weniger greifbare Eigenschaften der Landschaft, wie Eigentumsverhältnisse und Zugänglichkeit, Geräusche und Gerüche, weite Blicke, kleine besondere Orte und Geschichten, oder ein ‘Gefühl von Wildnis’, die das Erleben von Natur und Landschaft ausmachen. Eine gute Beziehung zur Landschaft” glaubt sie “ist eine Voraussetzung für eine nachhaltige Raumentwicklung.”

“Alle Landschaften zusammen bilden das globale Ökosystem, in dem alle Menschen leben und von dem alles Wirtschaften abhängt” so bringt es Ignace Schops, renommierter belgischer Umwelt- und Naturschützer, Präsident der EUROPARC Federation, Mitglied des Club of Rome und Direktor der Regionaal Landschap Kempen en Maasland in seiner Einführungsrede auf den Punkt. “Hier und jetzt und mit transnationaler Zusammenarbeit wie im Dreiländerpark: Let’s make earth great again:”, mit diesem Slogan hatte er alle Lacher und die Zustimmung der Teilnehmenden auf seiner Seite.


Photos © Petra Vroomen

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